Therapieablauf

 Im Folgenden erfahren Sie mehr zur Psychotherapie, zum Therapieablauf und zu den Kosten.

Die psychotherapeutische Sprechstunde

Ab 1.4.2018 ist diese Sprechstunde Pflicht für die Patienten, die eine kassenfinanzierte Psychotherapie suchen. Auch bis dahin lohnt es sich in jedem Fall, eine psychotherapeutische Sprechstunde in Anspruch zu nehmen. Kontaktieren Sie uns, um einen Termin zu vereinbaren. Insgesamt können Sie drei psychotherapeutische Sprechstunden zu je 50 Minuten oder sechs Sprechstunden zu je 25 Minuten in Ansprech nehmen. Voraussetzung für eine weiter gehende Behandlung ist zumindest eine Sprechstunden von 50 Minuten Dauer.

Die ersten Gesprächstermine / Probatorische Sitzungen

Im Anschluss können Sie zwei bis vier Probesitzungen, die so genannten probatorischen Sitzungen, in Anspruch zu nehmen – diese können Sie auch bei unterschiedlichen Therapeuten durchführen. Während der ersten Sitzungen gilt es gemeinsam festzustellen, ob eine Therapie notwendig ist und ebenso, ob die angebotene Therapieform für Sie geeignet ist. Nicht zuletzt sollten beide Seiten während der ersten Sitzungen auch für sich herausfinden, ob eine gute vertrauensvolle und damit Erfolg versprechende Zusammenarbeit zwischen ihnen möglich ist.

Im Erstgespräch bzw. der psychotherpeutischen Sprechstunde frage ich Sie, welches der Anlass zur Therapie ist und sammle Hinweise zur Behandlungsdiagnose. Ebenso werde ich Ihre Erwartungen und Ziele sowie die von Ihnen bereits unternommenen Bewältigungsversuche erfragen. Meist weiß ein Ratsuchender sehr genau, was nicht mehr sein soll und welche Beschwerden da sind, dafür weniger genau, wie der Zielzustand aussieht – wie es sein könnte, wenn eine Therapie erfolgreich abgeschlossen ist.

In weiteren Sitzungen führe ich eine eingehende Diagnostik mittels wissenschaftlich fundierter Tests und Fragebögen durch. Auch frage ich Sie nach dem biografischen Hintergrund der Entstehung Ihrer Symptome. Aus all den gewonnenen Informationen erstelle ich mit Ihnen zusammen ein auf Sie zugeschnittenes Modell Ihrer Beschwerden und schlage  Ihnen notwendige Behandlungsschritte vor. Dabei kann es sich um eine Einzeltherapie, Gruppentherapie oder der Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie handeln.

 

Einzeltherapie

Erst nach den probatorischen Sitzungen werde ich für Sie einen Antrag auf Psychotherapie bei der Krankenkasse stellen. In Abstimmung mit Ihnen wird es sich um einen Antrag auf eine Kurzzeit- (mit bis zu 24 Sitzungen) oder Langzeittherapie (mit bis zu 80 Sitzungen) handeln. In aller Regel werden die Stundenkontingente entsprechend meinem Antrag bewilligt.

Eine Therapiesitzung dauert jeweils 50 Minuten und findet in der Regel einmal wöchentlich statt. Bei Bedarf können bis zu drei Sitzungen in der Woche stattfinden, z.B. wenn Sie in eine Krise geraten. Gegen Ende der Behandlung verlängern wir die Sitzungsintervalle auf einmal pro zwei, drei oder vier Woche. Ihr Befinden ist hierfür ausschlaggebend.

 

Gruppentherapie

Therapie in der Gruppe wird unter anderem bei Depressionen und Burnout, bei Ängsten, Persönlichkeitsstörungen wie Borderline und Abhängigkeitserkrankungen angewandt. Gruppentherapie ist bei ganz unterschiedlichen Gruppengrößen wirksam. In meiner Praxis biete ich Gruppen mit 4 bis 6 Teilnehmern an.

Gruppentherapiegespräche setzen eine formelle Beantragung bei den Krankenkassen voraus und finden in der Regel zunächst als Kurzzeittherapien mit 24 Doppelstunden statt, die mit entsprechenden Begründungen auf bis zu 80 Sitzungen verlängert werden können. Das ist eine ungefähre Therapiezeit von einem 3/4 Jahr bis zu 2 Jahren.

Meine Patienten entscheiden sich für die Teilnahme an einer Gruppe oft als alleinige Behandlungsform oder auch als nachfolgende Behandlung nach Klinikaufenthalten.

 

Therapieende

Beim Beende der Psychotherapie ist das Erreichen Ihrer Ziele und die Besserung Ihres psychisches und physisches Wohlbefindens ausschlaggebend. Der von der Krankenkasse bewilligte Stundenkontingent muss von uns nicht ausgeschöpft werden. Auch können wir bei Bedarf nach einer neuen Antragsstellung die Behandlung bis auch 80 Sitzungen verlängern.

Kosten der Therapie

Wenn Sie eine Psychotherapie beginnen möchten, dann können Sie sich direkt an einen psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten wenden. Die Kosten der Behandlung werden sowohl von den gesetzlichen Krankenkassen als auch den privaten Kassen übernommen.

Die von den gesetzlichen Krankenkassen zur Zeit anerkannten „Richtlinienverfahren“ sind die Verhaltenstherapie, die Analytische Psychotherapie sowie die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Die privaten Krankenkassen übernehmen z.T. auch die Kosten anderer Therapieverfahren. Kosten für Beratungen, etwa im Sinne einer Erziehungs- oder Familienberatung, Paarberatung u.ä. werden weder von den gesetzlichen noch den privaten Kassen übernommen.

Eine Therapiesitzung umfasst dabei jeweils 50 Minuten. Erst nach den Probesitzungen wird dann ggf. ein Antrag auf Psychotherapie bei der Krankenkasse gestellt. Zu jedem Erstgespräch sowie bei fortlaufender Therapie jeweils zu Beginn eines neuen Quartals muss die Versichertenkarte vorgelegt werden.

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